DFS Weihe

Die Weihe 50 ist ein Oldtimermodell mit einem ganz eigenen Charme. Kommissar Zufall schenkte uns einen Bauplan der Weihe 50 von Graupner, mit 1,80 m Spannweite. Schnell war das kleine Modell nachgebaut – und es gefiel!

Damit war klar, das wird unser nächstes Modell! Somit musste nur noch die Frage nach dem passenden Maßstab geklärt werden. Wir entschieden uns für 1 : 5,5 entsprechend einer Spannweite von 3,27 Meter. 
Auf der Grundlage des Bildes einer Originalzeichnung aus dem Internet entstanden dann alle CAD-Zeichnungen.
Eine besondere Herausforderung war der Tragflächenanschluss der, nicht wie beim Original, die Flächen in der Mitte zusammenstoßen lässt. Hier sollte eine einfacher zu bauende Konstruktion her. Daher wurden die betreffenden Rumpfspanten horizontal verbreitert, so dass sie über die Rumpfbreite hinausragen. Sie erhielten Zapfen, die wiederum genau in die Wurzelrippen der Flächen passen. Damit wird der genaue Sitz fixiert.
Bei der Weiterentwicklung der Weihe ab 1951 wurde u. a. auch die Kabinenhaube modifiziert. Wir haben uns allerdings bei diesem Modell dafür entschieden, die ursprüngliche Form zu verwenden, was allen „Tiefziehmufflern“ sicherlich entgegen kommt!

Besonders erfreulich war nach Fertigstellung das Gewicht des Prototypen. Es wiegt mit eingebauter RC-Anlage nur 2850 Gramm! Sehr angenehm ist auch, dass sich die Weihe in nur wenigen Minuten zusammenbauen lässt. Und die von uns eingesetzte Flächenbefestigung mit den Gummibändern (siehe Bildergalerie) hält bombenfest!
Da es mit den Hangwinden für den Erstflug nicht klappte, bauten wir bald eine Schleppkupplung zusätzlich ein.
Am 7. April 2012 war es dann endlich soweit – der Erstflug konnte stattfinden


Historie

Die Weihe von Hans Jacobs war wohl eines der erfolgreichreichsten Segelflugmodelle mit hoher Leistung. Der Prototyp wurde bereits 1938 entwickelt. Hans Jacobs erlernte den Segelflugbau durch Alexander Lippisch, der in den Jahren ab 1920 viele Modelle konstruierte wie z. B. die Fafnir und Fafnir 2.
Die Entwicklung der Weihe begann 1938 und endete schließlich 1959.
Der Rumpf dieses Seglers wurde in Halbschalenbauweise erstellt und mit Birkensperrholz beplankt. Die Weihe 50 von Fokker-Wulf entstand nach den Kriegsjahren 1951, nachdem man das Verbot für den Bau deutscher Segelflugzeuge aufgehoben hatte. Da die Herstellung der Weihe aufgrund ihrer Konstruktion sehr teuer war, wurde die Produktion 1958 wieder eingestellt. Die Weihe hatte bis dahin eine verbesserte Flügeloberfläche und Veränderungen im vorderen Rumpfteil erhalten und eine schöne geblasene Kabinenhaube.

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